{"id":10953,"date":"2020-05-14T08:19:50","date_gmt":"2020-05-14T08:19:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ucm.agency\/?page_id=10953"},"modified":"2024-11-05T10:19:35","modified_gmt":"2024-11-05T10:19:35","slug":"arbeitnehmerueberlassung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/arbeitnehmerueberlassung\/","title":{"rendered":"Arbeitnehmer\u00fcberlassung"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1581574355104{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 50px !important;background-color: #114358 !important;}&#8220; el_class=&#8220;main-heading&#8220;][vc_column][vc_row_inner css=&#8220;.vc_custom_1581574368239{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_inner el_class=&#8220;ucm-80&#8243; width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h1 class=\"header-h2 snow\"><strong><span style=\"vertical-align: inherit;\">A\u00dcG Reform 2017: Die wichtigsten \u00c4nderungen auf einen Blick<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h1>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"text-25 snow\">Vermeiden Sie Scheinselbstst\u00e4ndigkeit!<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;Personal anfragen&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fucm.agency%2Fde%2Fkontaktformular%2F|title:Kontakt||&#8220; el_class=&#8220;comp-1&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;11046&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1588237127861{background-color: #f6f6f6 !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Eventbranche: Neues Gesetz zur Zeitarbeit und Scheinselbstst\u00e4ndigkeit<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220;]Gesetzes\u00e4nderung des Arbeitnehmer\u00fcberlassungsgesetzes A\u00dcG: Die Reform des Arbeitnehmer\u00fcberlassungsgesetzes A\u00dcG tritt am 1. April 2017 in Kraft und bringt gravierende Gesetzes\u00e4nderungen mit sich, die auch f\u00fcr den tempor\u00e4ren Personaleinsatz in der Eventbranche entscheidende Auswirkungen haben. Eine Zusammenfassung der k\u00fcnftigen \u00c4nderungen sowie der daraus resultierenden Konsequenzen hat ucm.agency CEO, Amin Guellil, f\u00fcr Sie aufbereitet.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Das Problem &#8211; Scheinselbstst\u00e4ndigkeit am Beispiel von Promotern<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220;]Der bisherige klassische Anwendungsfall behandelt eine\/n Promoter\/in stets als Gewerbetreibenden\/Selbstst\u00e4ndigen, der auf Rechnung arbeitet. Viele (gro\u00dfe) Unternehmen und Agenturen haben diesen Behandlungsgrundsatz noch als festen Bestandteil Ihrer Marketing- und Vertriebspraxis. Leider ist in den meisten F\u00e4llen diese Selbstst\u00e4ndigkeit aus rechtlicher Sicht aber nicht gegeben, es handelt sich um Scheinselbst\u00e4ndigkeit, definiert in\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/schwarzarbg_2004\/__1.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00a7 1 SchwarzArbG<\/a>.<\/p>\n<p>Diese Handhabung h\u00e4lt sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden sehr hartn\u00e4ckig. Zum Einen sind Arbeitnehmer aus rechtlicher Sicht mit mehr\u00a0<em>finanziellen Unsicherheiten<\/em>\u00a0verbunden, denn es m\u00fcssen viele rechtliche Grundlagen wie K\u00fcndigsschutz, Befristung, Krankheit, usw. beachtet werden. Zus\u00e4tzlich sind die unmittelbaren\u00a0<em>Einsparungen an Sozialbeitr\u00e4gen<\/em>\u00a0bei Scheinselbstst\u00e4ndigen nicht unerheblich. Diese Ersparnisse sind im Nachhinein aber dann in der Regel\u00a0<strong>als doppelte Kosten<\/strong>\u00a0wieder draufzuschlagen, wenn umfangreiche Nachzahlungen an die Sozialversicherung get\u00e4tigt werden m\u00fcssen. Des Weiteren ist der\u00a0<em>b\u00fcrokratische Aufwand<\/em>\u00a0f\u00fcr die Abrechnung von Mitarbeitern nicht zu untersch\u00e4tzen. Alle Punkte m\u00fcnden in vermeintlicher Kostenreduktion.<\/p>\n<p>Vermittlungsagenturen und Jobportale leben vor allem von der b\u00fcrokratischen Vereinfachung und halten daher an dieser veralteten Praxis fest. Da sich das Risiko fast ausschlie\u00dflich auf die Kunden \u00fcbertr\u00e4gt, haben viele Agenturen kein Interesse daran etwas an den Anstellungsverh\u00e4ltnisse der Mitarbeiter zu \u00e4ndern. Sind die Voraussetzungen f\u00fcr eine Selbstst\u00e4ndigkeit nicht gegeben, wird es\u00a0<strong>f\u00fcr die Auftraggeber sehr teuer<\/strong>.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Die Kriterien &#8211; wann Promoter oder Eventhelfer tats\u00e4chlich selbstst\u00e4ndig sind<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220;]<span style=\"vertical-align: inherit;\"><span style=\"vertical-align: inherit;\">Der Hauptgrund, dass Promoter als Selbstst\u00e4ndige eingeordnet werden, liegt an der falschen Annahme, dass ein Gewerbeschein und <strong>wechselnde Auftraggebern als Voraussetzung f\u00fcr die Selbstst\u00e4ndkeit ausreichen<\/strong>. Dabei sind wesentlich mehr Kriterien zu beachten. Ein\/e selbstst\u00e4ndige\/r Promoter muss:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>unternehmerisches Risiko tragen<\/li>\n<li>unternehmerische Entscheidungsfreiheit tragen (=weisungsungebunden sein)<\/li>\n<li>eigenst\u00e4ndig Kunden akquirieren<\/li>\n<li>eigene Preiskonditionen haben<\/li>\n<li>eigene Arbeitsger\u00e4te verwenden (Kleidung, iPad etc.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das bedeutet, dass ein\/e selbstst\u00e4ndige\/r Promoter\/in neben\u00a0<strong>freier Zeiteinteilung<\/strong>\u00a0auch eine\u00a0<strong>freie Arbeitsortwahl<\/strong>\u00a0haben muss. Er darf\u00a0<strong>keine lohn\u00e4hnliche erfolgsunabh\u00e4ngige Verg\u00fctung<\/strong>\u00a0erhalten und\u00a0<strong>keine kostenlosen Arbeitsmaterialien<\/strong>\u00a0zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Ist einer dieser Punkte nicht erf\u00fcllt, liegt bereits eine\u00a0<em>Scheinselbstst\u00e4ndigkeit<\/em>\u00a0vor. Als gutes Beispiel illustriert ein Urteil vom Landesarbeitsgericht K\u00f6ln aus dem Jahre 2004 diese Einordnung (<a href=\"http:\/\/openjur.de\/u\/102011.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">5 Ta 187\/04<\/a>\u00a0&#8211; Stichwort Tourenplanung, Arbeitsger\u00e4t, Weisungsgebundenheit, usw.). Anders werden freie Berufe (K\u00fcnstler etc.) behandelt, zu denen Promoter\/innen allerdings\u00a0<strong>nicht<\/strong>\u00a0geh\u00f6ren.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1589482614265{padding-top: 30px !important;padding-right: 15px !important;padding-bottom: 30px !important;padding-left: 30px !important;background-color: #f3997b !important;}&#8220;]<strong>Als Merksatz gilt<\/strong>:<\/p>\n<p>Wenn ein\/e Promoter\/in Anweisungen bez\u00fcglich\u00a0<em>Ort des Einsatzes<\/em>,\u00a0<em>Zeitraum<\/em>, bzw.\u00a0<em>Zeitpunkt des Arbeitseinsatzes<\/em>, oder der\u00a0<em>Art der Durchf\u00fchrung der Promotion<\/em>\u00a0bekommt, ist er nicht selbstst\u00e4ndig.\u00a0<strong>Ein einzelnes erf\u00fclltes Kriterium<\/strong>, bspw. das Tragen gebrannter Kleidung,\u00a0<strong>reicht aus<\/strong>. Auch ein\u00a0<em>erfolgsunabh\u00e4ngiges Grundgehalt<\/em>\u00a0ist nicht mit einer selbstst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeit zu vereinbaren.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1589482787499{padding-top: 15px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2>Die Folgen &#8211; Das Personal wird r\u00fcckwirkend als Arbeitnehmer behandelt<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220;]Was passiert also, wenn ein\/e Promoter\/in tats\u00e4chlich h\u00e4tte angestellt werden m\u00fcssen? Diese Situation betrifft zwei Fronten: Die\u00a0<em>Promoter<\/em>\u00a0und die\u00a0<em>Beh\u00f6rden<\/em>. Die erste Gruppe war f\u00fcr viele Unternehmen bisher etwas weniger problematisch, da sich nur wenige Promoter die M\u00fche machten, juristisch vorzugehen und damit Probleme zu verursachen &#8211; bis jetzt. Promoter haben die M\u00f6glichkeit, Forderungen beim Kunden einzuklagen, wenn die vermittelnde Agentur nicht zahlt, au\u00dferdem k\u00f6nnte es Einklagen in eine Festanstellung geben. Gegebenenfalls w\u00fcrden <em>Zusatzanspr\u00fcche wie Mindestlohn, Krankheitsfortzahlung, Auftragsausfallverg\u00fctung usw.<\/em>, auf die ein\/e Angestellte\/r Anspruch h\u00e4tte, f\u00e4llig werden. Die noch gr\u00f6\u00dfere Problematik liegt jedoch in beh\u00f6rdlichen Anspr\u00fcchen und Forderungen. Das Umdenken zum Thema Selbstst\u00e4ndigkeit hat in den letzten zwei Jahren mit der Einf\u00fchrung des Mindestlohns stark zugenommen, da Unternehmen im Rahmen der Betriebs- und\/oder Zollpr\u00fcfung z.T. hohe Nachzahlungen leisten m\u00fcssen &#8211; je nach Umfang der Personaleins\u00e4tze. Zus\u00e4tzlich zu den urspr\u00fcnglich f\u00fcr Arbeitnehmer f\u00e4lligen Beitr\u00e4gen fallen die Arbeitnehmeranteile an, je nach Einsch\u00e4tzung des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses zwischen 4 bis 10 Jahren r\u00fcckwirkend, also bis zu\u00a0<strong>50% Nachzahlung<\/strong>\u00a0der Promoterverg\u00fctung. Durch den Mindestlohn wird das Ganze zus\u00e4tzlich ein Fokusthema beim Zoll, da die Zust\u00e4ndigkeit der Kontrollen um einen weiteren Pr\u00fcfbestand erweitert wird. Dabei sind bei Angestellten neben der Arbeitszeitdokumentation auch die Einhaltung des Mindeststundensatzes von 8,84 Euro zu beachten. Mit Vorsicht ist hier die Grenze zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat zu beachten. Die\u00a0<strong>drohenden Strafen von bis zu 500.000 Euro<\/strong>\u00a0und der Eintragung ins Gewerbezentralregister sind auf Grund der Aktualit\u00e4t des Themas bereits in aller Munde, bzw. in vielen Medien nachzulesen. Ein wichtiger Punkt ist hier zus\u00e4tzlich die\u00a0<em>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerhaf<\/em><em>tung bei Vorsatzannahme<\/em>.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1594916113714{padding-top: 20px !important;padding-right: 15px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 30px !important;background-color: #f3997b !important;}&#8220;]<strong>Fazit<\/strong>:<\/p>\n<p>Das Thema ist keinesfalls trivial und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Arbeitsrecht und das Sozialversicherungsrecht geh\u00f6ren aus gutem Grund zu den unbeliebtesten und heikelsten Rechtsgebieten f\u00fcr in Deutschland agierende Unternehmen.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1589482794799{padding-top: 15px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\" h2\">Die Alternativen &#8211; Arbeitsbedingungen anpassen oder Anstellungsverh\u00e4ltnis<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1589444499957{border-radius: 3px !important;}&#8220;]Es gibt immer die M\u00f6glichkeit, einen Promotionauftrag so auszugestalten, dass er den Regelungen entspricht und damit als selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit behandelt werden darf. Die H\u00fcrden hierbei sind zahlreich, aber nicht un\u00fcberwindbar. Wichtigster Punkt ist mit Sicherheit die\u00a0<em>ausschlie\u00dflich erfolgsabh\u00e4ngige Verg\u00fctung<\/em>\u00a0(also nicht Arbeitszeit) und die\u00a0<em>Eigenverantwortung<\/em>\u00a0in der Aus\u00fcbung von Promotionsauftr\u00e4gen (Ort, Zeit, Umfang, usw.).<\/p>\n<p>N\u00e4chste naheliegende Alternative w\u00e4re der Einsatz von Agenturpersonal \u00fcber Dienstvertr\u00e4ge. Hier l\u00e4uft zwar arbeitsrechtlich auf Kundenseite alles unproblematisch, jedoch darf auf keinen Fall die Weisung durch den Kundenbetrieb \u00fcbernommen werden. Das hei\u00dft Auftrag, Briefing, Betreuung etc. k\u00f6nnen\u00a0<strong>nur von der Agentur<\/strong>\u00a0vorgenommen werden. Auch gebrandete Kleidung des Kundenunternehmens ist nicht m\u00f6glich. Andernfalls liegt\u00a0<em>verdeckte Arbeitnehmer\u00fcberlassung<\/em> vor (gem\u00e4\u00df A\u00dcG), welche ebenfalls je nach Fall als Ordnungswidrigkeit oder Straftat mit hohen Strafen geahndet werden kann. Die \u00dcberlassung ist erlaubnispflichtig und mit hohem b\u00fcrokratischen Aufwand verbunden, weswegen auch hier viele Agenturen den einfachen &#8211; wenn auch illegalen &#8211; Weg vorziehen.<\/p>\n<p>Die sicherste und oft einzig richtige M\u00f6glichkeit besteht in der:<\/p>\n<p>a) offiziellen\u00a0<strong>\u00dcberlassung <\/strong>von anderen Agenturen<\/p>\n<p>b)\u00a0<strong>eigenen Anstellung <\/strong>und Abrechnung (aufwendig).<\/p>\n<p>Je nach Volumen und Anforderung\u00a0<strong>empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Agenturen<\/strong>\u00a0klar gegen\u00fcber der eigenen Anstellung, da hier arbeitsvertragliches, Abrechnung und Rekrutierung auf Grund mangelnder Spezialisierung fast immer teurer ist. Wie bereits weiter oben beschrieben, arbeiten viele Agenturen jedoch nicht gesetzeskonform. Gl\u00fccklicherweise reichen\u00a0<strong>drei einfache Pr\u00fcfindikatoren<\/strong>, um sicherzugehen, dass man rechtlich sorgenfrei bleibt:<\/p>\n<p>1. Vorliegen einer <strong>Arbeitnehmer\u00fcberlassung<\/strong> bei der Agentur<\/p>\n<p>2. <strong>\u00dcberlassungsvertrag <\/strong>f\u00fcr jeden Auftrag (oder Rahmenvertrag)<\/p>\n<p>3. Damit verbunden die Versicherung der\u00a0<strong>Arbeitnehmerbezahlung nach Tarif <\/strong>(d.h. inkl. Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschl\u00e4ge)<\/p>\n<p>Verkaufs-\/Vermittlungspr\u00e4mien und \u00c4hnliches k\u00f6nnen einzelvertraglich nach wie vor vereinbart werden, sind aber als\u00a0<em>variabler Lohnbestandteil<\/em>\u00a0zu verstehen und abrechnungstechnisch dementsprechend zu behandeln.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Das Neue &#8211; Gesetz zur Arbeitnehmer\u00fcberlassung und was es bedeutet<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1589444296727{border-radius: 3px !important;}&#8220;]Zum 1. April 2017 tritt das ver\u00e4nderte A\u00dcG in Kraft, welches erstmalig im November 2015 als Referentenentwurf vorlag. Es bringt einige \u00c4nderungen mit sich, die vor allem die klassische Zeitarbeitsbranchen, also Industrie und Pflege, betreffen.\u00a0<em>Anpassungen in der H\u00f6chst\u00fcberlassungsdauer<\/em>\u00a0sowie\u00a0<em>Fingierung von Arbeitsverh\u00e4ltnissen<\/em>\u00a0bei unrechtm\u00e4\u00dfiger oder nicht gesetzeskonformer \u00dcberlassung sind hier zwei der zentralen Themen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Relevanz f\u00fcr\u00a0<strong>Unternehmen im MICE-Sektor<\/strong>\u00a0findet sich aber an ganz anderer Stelle wieder. Bisher galt beim Einsatz von Fremdpersonal der Grundsatz der Fallschirml\u00f6sung. Diese f\u00fchrt bei einer verdeckten \u00dcberlassung (also ohne \u00dcberlassungsvertrag bzw. ein Personaleinsatz, der nach Rechtseinsch\u00e4tzung eine \u00dcberlassung h\u00e4tte sein m\u00fcssen) zu einem sprichw\u00f6rtlichen Fallschirm. Es wird angenommen, dass auf Grund der Art des Einsatzes eine \u00dcberlassung von dem abrechnenden zum einsetzenden Unternehmen \u201ebeabsichtigt gewesen sein muss\u201c. Folglich haftet die Firma, welche Personen\/ bzw. Personal zur Verf\u00fcgung stellt f\u00fcr die korrekte Abwicklung der \u00dcberlassung, inkl. Anstellung und Abgabenhaftung.<strong>\u00a0Einzige Ausnahme<\/strong>\u00a0findet sich durch eine\u00a0<em>klare Abgrenzung als Vermittlung<\/em>\u00a0wieder. Diese liegt dann vor, wenn die vermittelnde Agentur lediglich Kandidaten f\u00fcr eine Provision zur Verf\u00fcgung stellt. Diese m\u00fcssen dann vom einsetzenden Unternehmen abgerechnet und angestellt werden. Auch die Haftung liegt dann beim einsetzenden Unternehmen.<\/p>\n<p>Ebendiese\u00a0<strong>Fallschirml\u00f6sung wird mit der Gesetzes\u00e4nderung abgeschafft<\/strong>\u00a0\u2013 Meiner Ansicht nach einer der f\u00fcr die MICE-Branche mit Abstand relevantesten Faktoren. Nicht selten l\u00e4uft der Personalposten \u00fcber mehrere Parteien bis zum tats\u00e4chlichen Einsatz \u2013 ein Umstand, der nun der Vergangenheit angeh\u00f6ren d\u00fcrfte.\u00a0<em>In Zukunft haftet n\u00e4mlich zuvorderst die einsetzende Firma<\/em>\u2013 konkret also: der Weisungsaus\u00fcbende \u2013 f\u00fcr s\u00e4mtliche Abgaben und arbeits- wie sozialversicherungsrechtlichen Belange in Verbindung mit dem eingesetzten Personal, wenn keine rechtskonforme, vertraglich vereinbarte Arbeitnehmer\u00fcberlassung mit einer Zeitarbeitsfirma vorliegt. Nat\u00fcrlich werden auch Unternehmen und Agenturen durch Ordnungsgelder und Strafen sanktioniert, wenn diese mutwillig verdeckt \u00fcberlassen. Der Gesetzgeber will jedoch scheinbar vor allem k\u00fcnftig erzwingen, dass die dienstleistungsbeziehenden Unternehmen mit in die Verantwortung genommen werden.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1589444327445{border-radius: 3px !important;}&#8220;]Zum Nachlesen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zoll.de\/DE\/Fachthemen\/Arbeit\/Mindestarbeitsbedingungen\/Folgen-bei-Nichtbeachtung\/folgen-bei-nichtbeachtung_node.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zollauskunft: Bu\u00dfgelder und Verst\u00f6\u00dfe zum Mindestlohn<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/arbgs\/koeln\/lag_koeln\/j2004\/5_Ta_187_04beschluss20040623.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Urteil LAG K\u00f6ln: Promotion keine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ihk-nordwestfalen.de\/IHK-Service\/recht\/Arbeitsrecht\/Scheinselbststaendigkeit\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IHK-Information: Scheinselbstst\u00e4ndigkeit bei Weisungsgebundenheit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/rein-rechtlich-scheinselbststaendigkeit-boese-falle-fuer-unternehmer\/8183884.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaftswoche: Risiken f\u00fcr Unternehmen bei Scheinselbstst\u00e4ndigkeit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hensche.de\/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Scheinselbstaendigkeit.html#tocitem2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RA Hensche: Fachartikel Einordnung als Scheinselbstst\u00e4ndiger<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeitarbeit-nachrichten.de\/2016\/10\/26\/arbeitsrecht-aueg-reform-passiert-den-bundestag-mit-einigen-aenderungen-auf-der-zielgerade\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesetzes\u00e4nderung Zeitarbeit<\/a>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2 class=\"widget-title\">Disclaimer<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;ucm-li&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1589444368905{border-radius: 3px !important;}&#8220;]Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Die hier enthaltenen Aussagen dienen zur Information.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1581574355104{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 50px !important;background-color: #114358 !important;}&#8220; el_class=&#8220;main-heading&#8220;][vc_column][vc_row_inner css=&#8220;.vc_custom_1581574368239{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_inner el_class=&#8220;ucm-80&#8243; width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text] A\u00dcG Reform 2017: Die wichtigsten \u00c4nderungen auf einen Blick [\/vc_column_text][vc_column_text] Vermeiden Sie Scheinselbstst\u00e4ndigkeit! [\/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;Personal anfragen&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fucm.agency%2Fde%2Fkontaktformular%2F|title:Kontakt||&#8220; el_class=&#8220;comp-1&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;11046&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1588237127861{background-color: #f6f6f6 !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text] Weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Eventbranche: Neues Gesetz zur Zeitarbeit und Scheinselbstst\u00e4ndigkeit [\/vc_column_text][vc_column_text<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"uix_meta_title":"","uix_meta_description":"","uix_canonical_url":"","footnotes":""},"class_list":["post-10953","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10953\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ucm.jobs\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}